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Kräuter

(Seite 2)

Estragon

Estragon (Artemisia dracunculus) veraltet auch Dragon beziehungsweise Dragun genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist relativ nahe mit dem Wermut verwandt.

Estragon wird bei Blähungen verwendet. Diese Blähungen entstehen durch einen mikrobiellen Gärungsprozess und die daraus entstehende Luft dehnt die Darmwand aus, was dann eine Wirkung auf die Muskulatur hat, die sich dann verkrampft und wieder entkrampft und dieses Phänomen hat seinerseits eine Wirkung auf das Nervensystem.

Das Hauptprinzip des Estragons ist das ätherische Öl Estragol oder auch methyl-chavicol, eine Substanz, die man auch im Fenchel, Kerbel oder Basilicum wiederfindet. Im Estragon finden wir 82% Estragol.

So ist der Wirkstoff Estragol wirksam gegen Pilze, die Gase produzieren und gegen Schmerzen durch Muskelspasmen bedingt.

Andere Inhaltsstoffe sind die Ätherische Öle Phellandren und Ocimen, Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Estragon enthält außerdem geringe Mengen des Benzodiazepins Delorazepam.

Diese Wirkstoffe sind entzündungshemmend, was ganz interessant bei Colitis und Ischias Beschwerden ist. Verschiedene Zahnschmerzen reagieren positiv auf Estragon. Menstruationsbeschwerden reagieren wie alle Bauchschmerzen gut auf Estragon.

Das ätherische Öl Estragol hat auch eine antiallergische Wirkung. Es ist ein Antihistaminika. So können eine Asthmakrise, ein Nesselfieber oder ein Ekzem positiv beeinflusst werden.

Einer Studie nach wirkt Estragon auch bei Alzheimer, da das Acetylcholin vermehrt ausgeschieden wird.

Estragon wird in der Küche als Aromat gebraucht. Als Therapie soll man Estragon als ätherisches Öl gebrauchen.

Aufgepasst bei der Schwangerschaft und bei Blutverdünnungsmedikamenten! Hier soll das ätherische Öl vermieden werden.

Estragon

Estragon (Artemisia dracunculus) veraltet auch Dragon beziehungsweise Dragun genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist relativ nahe mit dem Wermut verwandt.

Estragon wird bei Blähungen verwendet. Diese Blähungen entstehen durch einen mikrobiellen Gärungsprozess und die daraus entstehende Luft dehnt die Darmwand aus, was dann eine Wirkung auf die Muskulatur hat, die sich dann verkrampft und wieder entkrampft und dieses Phänomen hat seinerseits eine Wirkung auf das Nervensystem.

Das Hauptprinzip des Estragons ist das ätherische Öl Estragol oder auch methyl-chavicol, eine Substanz, die man auch im Fenchel, Kerbel oder Basilicum wiederfindet. Im Estragon finden wir 82% Estragol.

So ist der Wirkstoff Estragol wirksam gegen Pilze, die Gase produzieren und gegen Schmerzen durch Muskelspasmen bedingt.

Andere Inhaltsstoffe sind die Ätherische Öle Phellandren und Ocimen, Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Estragon enthält außerdem geringe Mengen des Benzodiazepins Delorazepam.

Diese Wirkstoffe sind entzündungshemmend, was ganz interessant bei Colitis und Ischias Beschwerden ist. Verschiedene Zahnschmerzen reagieren positiv auf Estragon. Menstruationsbeschwerden reagieren wie alle Bauchschmerzen gut auf Estragon.

Das ätherische Öl Estragol hat auch eine antiallergische Wirkung. Es ist ein Antihistaminika. So können eine Asthmakrise, ein Nesselfieber oder ein Ekzem positiv beeinflusst werden.

Einer Studie nach wirkt Estragon auch bei Alzheimer, da das Acetylcholin vermehrt ausgeschieden wird.

Estragon wird in der Küche als Aromat gebraucht. Als Therapie soll man Estragon als ätherisches Öl gebrauchen.

Aufgepasst bei der Schwangerschaft und bei Blutverdünnungsmedikamenten! Hier soll das ätherische Öl vermieden werden.

Frauenmantel

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) ist eine Pflanzengattung der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die in Europa, Asien und Afrika verbreitet ist und vorwiegend in den Gebirgen wächst. Stark behaarte Formen werden auch als Silbermantel bezeichnet.

Die Form der Pflanze gleicht dem Becken einer Frau und deshalb wundert es keinen, dass diese Pflanze mit den Frauenleiden in Verbindung gebracht wird. Symbolisch trägt der Becken das Leben.

Die Alchemilla wirkt als harnfördernde Substanz, entzündungshemmend, als Adstringens und homöostatisch. Sie hat eine milde Wirkung auf das Progesteron mit einer Aktion in der Hypophyse.

Während der Schwangerschaft wird die ganze Region des Beckens gestärkt und die Wirkung der Pflanze trägt dazu bei, dass die Niederkunft sanft vor sich hergeht. Ab dem sechsten Monat ist eine Tasse Tee pro Tag indiziert. Nach der Geburt ist der Frauenmantel auch von großer Wichtigkeit, um den Beckentonus wiederherzustellen und um die Harninkontinenz zu verhindern oder auszubessern.

Der Frauenmantel ist ein Mittel bei Störungen des Zyklus und bei Progesteronmangel. Fibrome, Ovarialzysten, Prämenstruelles Syndrom, häufige Regelblutungen und die Wechseljahrsbeschwerden können alle positiv beeinflusst werden. Die Pflanze hilft den Frauen straffe Brüste nach der Schwangerschaft zu behalten.

Die Tannine der Pflanze sind bei Durchfall wirksam.

Die Alchemilla nimmt die Frau in ihre Obhut, sei es physisch oder psychisch und emotional. So werden die Würde und die weibliche Grazie nach der Schwangerschaft auf optimale Weise wiederhergestellt.

 

Gemeiner Odermennig

Der Gemeine Odermennig (Agrimonia eupatoria), auch Ackerkraut oder oft Kleiner Odermennig genannt, ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist in Eurasien weitverbreitet.

Der Odermennig enthält Bitterstoffe wie viele andere Pflanzen, aber der Vorteil ist, dass diese Bitterstoffe extrem mild sind und so von sensiblen Personen besser vertragen werden. Die Kinder können dementsprechend besser behandelt werden. Diese Bitterkeit aktiviert die Magen-und Gallensäfte. Somit wird die Verdauung positiv beeinflusst. Sogar eine Gelbsucht kann resorbiert werden. Der Odermennig enthält sehr starke, aber milde Gerbstoffe, auch Tannine genannt. Diese Gerbstoffe haben eine antientzündliche und eine zusammenziehende Wirkung. Es entsteht eine Linderung im befallenen Gewebe. Mundspülungen und gurgeln ist sehr wirksam bei Zahnfleischentzündungen, Aphten oder Halsentzündungen. Eine gute Wirkung sieht man bei Harninkontinenz, bei Blasenschwäche und Bettnässen bei Kindern. Durchfälle sprechen gut auf diese Bitterstoffe an, hauptsächlich bei Kindern. Eine Gegenanzeige ist die chronische Verstopfung. Schließlich sieht man eine hervorragende Wirkung bei Diabetiker, sogar bei denjenigen, die insulinabhängig sind. Hier wird die Zuckeraufnahme im Blut verzögert und der Blutzucker reguliert. Deshalb müssen die Medikamente dementsprechend angepasst werden.

Äußerlich kommen bei Entzündungen der Haut Umschläge zum Einsatz. Homöopathische Zubereitungen verwendet man bei Bronchitis.

Diese Pflanze ist ein wichtiger Bestandteil der Hausapotheke und wird sowohl als Tee wie auch als Extrakt eingenommen.

 

Gewöhnliche Rosskastiane

Die Gewöhnliche Rosskastanie, Aesculus hippocastanum, auch Gemeine Rosskastanie oder Weiße Rosskastanie genannt, ist eine auf dem Balkan heimische, in Mitteleuropa verbreitet angepflanzte Art der Gattung Rosskastanie. Sie wird als Stärkungsmittel bei den Pferden gebraucht.

Gemäß der Signaturenlehre, die auf Ähnlichkeiten, Verwandtschaften und innere Zusammenhänge hinweist, ist die Rosskastanie vergleichbar mit der Prostata. In der Tat entlastet die Rosskastanie den Stau in der Prostata und auch die Entzündung, die gleichzeitig auftreten kann. Dies ist besonders bei der chronischen nicht bakteriellen Prostataentzündung der Fall. Diese Störung kann jahrelang mit Unterleibsschmerzen andauern und kann zu ernsteren Störungen führen.

Die große Indikation der Rosskastanie ist der venöse Kreislauf mit Dehnung der Venenwand, schlechter Dünnflüssigkeit und Venenwandveränderung. Die Rosskastanie ist als Venentonikum und als Gefäßverengend bekannt. Sie hat eine antiödematöse Wirkung und verhindert das Entweichen des Blutplasmas. So kann jeder Blutandrang in den Leberzellen, im Becken oder in der Prostata behandelt werden wie auch Hämorrhoiden, Krampfadern und sonstige Ödeme, sowie das Gefühl schwerer Beine.

Eine Studie, die 1996 durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass die Wirkung der Rosskastanie ebenso stark ist wie die Kompressionsstrümpfe.


Diehm C,Trampisch HJ, et al. Comparison of leg compression stocking and oral horse- chestnut seed extract therapy in patients with chronic venous insufficiency. Lancet 1996 Feb 3, 347 (8997):292-4

 

Hanf

Hanf (Cannabis sativa L.) ist eine interessante Pflanze und ist seit Jahrtausende wegen seiner mannigfaltigen heilenden Wirkungen bekannt. Bei krebskranken Leuten sieht man eine appetitfördernde Wirkung. Die Unruhe wird gelindert. Depressive Zustände lassen sich schnell beheben. Die Schlaflosigkeit nimmt ab. Zwei wichtige Cannabinoïde spielen eine hervorragende Rolle, zum ersten das Delta-9 –THC Molekül (Tetrahydrocannabinol), eine psychoaktive illegale Drogensubstanz, mit der manche Tumore erfolgreich bekämpft wurden. Man hat lange geglaubt, THC sei die einzige wirksame Substanz in der Krebsbekämpfung. Wegen der illegalen Konnotation wurde nach einem Ausweg gesucht und tatsächlich fand sich heraus, dass Cannabidiol (CBD), eine legale Substanz, auch ein tumorhemmendes Potential hat. Bei Experimente in vitro und in vivo bei Patienten, die austherapiert waren, haben hohe Dosen Cannabidiol sehr große Tumoren im Bereich des Gehirns, der Gallenblase, der Bauchspeicheldrüse und der Mamma gestoppt und teilweise reduziert. Frischer Hanfextrakt mit einem sehr hohen Gehalt an CBDA (Cannabidiolsäure) hat Hirntumore bei Kleinkindern positiv beeinflusst. Man darf jedoch die Pflanze in Toto nicht unterschätzen. Es gibt sehr viele brauchbare und interessante Molekülen in der Hanfpflanze. Man hat bisweilen über 500 Moleküle gefunden. Um nur einige zu nennen, zitiere ich die Terpene, die Flavonoide, der hohe Gehalt an essentiellen Fettsäuren, Ketone, Aldehyde, Vitamine und Mineralien. Das Ganze ist mehr als die Summe der einzelnen Elemente. Deshalb hat die Hanfpflanze ein extremes hohes Potential hat um Krebs zu besiegen, so dass THC und CBD nur die Spitze des Eisberges sind. Hier in der Zusammenfassung die Hauptgruppen der Wirkstoffe:

Tetrahydrocannabinol (THC)
Es handelt sich um den am besten erforschten von Tausenden bekannten Inhaltsstoffen der Cannabispflanze, der mit 90 Prozent den Großteil der Stofffamilie der Cannabinoide stellt. Das THC-Molekül bindet sich an die körpereigenen CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem und Immunsystem und wirkt dadurch schmerzstillend, appetitfördernd und entspannend. In seiner Säureform THCA wirkt es krampflösend und entzündungshemmend. THC tötet Krebszellen.

Cannabidiol (CBD)
Cannabidiol ist das zweitwichtigste Cannabinoid der Pflanze. CBD verhindert die Ausbreitung von Krebszellen im Körper und die Metastasenbildung.

Andere Cannabinoide
Die Cannabispflanze enthält über 480 bisher identifizierte Cannabinoide. Neben THC und CBD zählen Cannabinol (CBN) und Cannabichromen (CBC) zu den beiden wichtigeren Cannabinoiden, die in geringeren Mengen in der Pflanze enthalten sind. CBN ist ein Abbauprodukt von THC.

Terpene
Die Terpene stellen neben den Cannabinoiden die zweite große Stofffamilie unter den Inhaltsstoffen der Cannabispflanze dar und machen rund 10 bis 30 Prozent der aktiven Komponenten der Pflanze aus. Es handelt sich um Duft- und Aromastoffe, die auch in vielen anderen Pflanzen, wie etwa Früchten und Heilkräutern, enthalten sind. Terpene werden für den so genannten „Entourage-Effekt“ verantwortlich gemacht. Gemeint ist damit die Tatsache, dass unterschiedliche Cannabissorten unterschiedliche Wirkungen zeigen, obschon sie sich kaum in ihrem Cannabinoidgehalt unterscheiden. Terpene wie Myrcen, Beta-Caryophyllene, Limonen, A-Pinen und Linalool wirken entzündungshemmend, immunstärkend und pilztötend.

Flavonoide und Fettsäuren
Cannabis enthält neben Cannabinoiden und Terpenen auch einen hohen Anteil an Flavonoiden, die in der Pflanzenwelt vor allem als Farbstoffe sowie als Lockstoffe und Fraßschutz gegen Insekten bekannt sind. Ihnen wird eine antioxidative Wirkung zugeschrieben und sind im Kampf gegen Krebszellen und deren Entstehung nützlich. Vor allem die Cannabissamen enthalten einen außergewöhnlich hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, darunter Linolsäure, Alpha- und Gammalinolensäure. Hanföl gilt dadurch als ernährungsphysiologisch besonders wertvoll und gesund.

 

Holunder

Die Holunder (Sambucus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae). Die Gattung enthält über zehn Arten, von denen drei in Mitteleuropa heimisch sind. Am bekanntesten von diesen drei Arten ist der Schwarze Holunder, der meist verkürzt als „Holunder“ bezeichnet wird.

Wenn man bei Thymian an eine antibakterielle Wirkung denkt, dann ist der schwarze Holunder das Mittel der Wahl bei Virenbefall. Er scheidet die Toxine hauptsächlich zur Haut aus und mittels der Nieren und dem Stuhlgang.

Die schwarze Frucht ist reich an Polyphenolen und an Tannine, die eine Entzündung eindämmen können. Wirksam ist das Mittel gegen Grippe, Erkältungen, Sinusitiden und Bronchitis. Das Virus der Schweinegrippe H1N1 ist auch sensibel gegenüber Holunder.

Das Blatt des schwarzen Holunders handelt in Synergie mit der Frucht und ist komplementär.

Die Beeren des Schwarzen Holunders enthalten den violetten Farbstoff Sambicyanin. Dieses zu den sekundären Pflanzenstoffen gehörende Flavonoid befindet sich überwiegend in den Schalen der Beeren (bis zu 60 %) und soll als Radikalfänger auch das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Krebsleiden senken. Im rohen zustand können die Beeren eine Magenreizung provozieren.

Nachdem sowohl die Konsumenten als auch die Lebensmittelindustrie inzwischen höhere Ansprüche an Färbemittel und Farbstoffe stellen, gewinnt dieser natürliche Farbstoff heute wieder an Wert. Er wird für Süßigkeiten und Molkereiprodukte in der Lebensmittelindustrie sowie in der Textilindustrie verwendet. Auch wurde das Mittel für die Färbung der Haare angewandt.

Darüber hinaus werden die Blüten als geschmacksgebende Komponente für Getränke verwendet.

Volkstümliche Anwendung finden neben den Früchten und den Blüten des schwarzen Holunders auch seine Blätter (Folia Sambuci). Diese werden bei rheumatischen Erkrankungen angewendet.

 

Indisches Basilicum

Indisches Basilikum (Ocimum tenuiflorum oder Ocimum sanctum), auch Tulsi beziehungsweise Tulasi, Königsbasilikum oder Heiliges Basilikum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Basilikum (Ocimum) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ihr natürliches Vorkommen ist das tropische und subtropische Asien, sowie Nordaustralien.

In der indischen Religion stellt diese Pflanze die Inkarnation der Göttin Tulsi dar. Wegen einer Affäre, die mit Eifersucht einherging, wurde die Göttin Tulsi in eine Pflanze verwandelt. Deshalb hat diese göttliche Pflanze den Status einer Heilpflanze.

In der ayurvedischen Medizin wird die Pflanze dazu gebraucht um die Chakren, die energetischen Zentren, ins Gleichgewicht zu bringen. Deshalb wird sie bei allen Krankheiten verschrieben. Sie ist somit eine adaptogene Pflanze, das heißt sie wirkt auf nicht spezifische Weise bei einem Stresszustand, sei er psychisch oder physisch, wobei der psychische Stresszustand viele Organe beeinflusst. Stress ist die Ursache vieler Krankheiten. Tulsi hat eine reinigende Wirkung. Schwermetalle werden schneller entfernt. Die Konzentration und die Gehirnleistung werden besser.

Studien haben bewiesen, dass gesunde Zellen bei Bestrahlung der Krebsherde, nach Einnahme des Basilikums, nicht von den Strahlen beschädigt werden. Die DNA in den Zellen wird nicht beeinträchtigt.

Weitere Wirkungen sind eine Reduzierung des Kortisol der Nebennierenrinde, der bei chronischem Stress nach oben schnellt. Das Gemüt wird ruhiger. Auch spastische Magen- oder Darmkrämpfe können mit Basilikum behandelt werden. Diabetes Typ 2 wird gelindert, die Werte der Triglyceriden und des Cholesterins gehen nach unten und bei Bronchien-und Lungenproblemen wird die Muskulatur entkrampft.

Am besten nimmt man Basilikum mit einer Infusion. Der Teeaufguss ist besser als andere Anwendungen.

 

Katzenkralle

Katzenkralle (Uncaria tomentosa) ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) gehört. Die gebräuchlichsten Trivialnamen für Uncaria tomentosa in anderen Sprachen sind: Uña de Gato (lateinamerikanische Länder), Cat’s Claw (englischsprachige Länder), Griffe du Chat (französischsprachige Länder).

Von der indianischen Bevölkerung Perus, hauptsächlich der Ashaninkas, wird die Katzenkralle seit Jahrhunderten bei der Behandlung verschiedenster Beschwerden und zur Gesundheitsförderung eingesetzt. In den letzten Jahrzehnten gewinnt das Lianengewächs immer mehr an Bedeutung hauptsächlich in Europa und in den USA.

Der deutsche Naturalist Arturo Brell machte 1926 während seiner Peru-Reise Bekanntschaft mit dieser Pflanze und gebrauchte sie mit Erfolg bei seinen Rheumabeschwerden.

In den neunziger Jahren wurden die Eigenschaften der Pflanze entdeckt und zwar hat die Katzenkralle eine antientzündliche, eine antioxydative und eine immunstimulierende Wirkung. Sie wird deshalb gerne bei Krebs, Aids und Alzheimerkrankheit eingesetzt. Die Hauptwirkung von Extrakten aus der Wurzel und dem Stamm von Uncaria tomentosa richtet sich auf das Immunsystem. Pentazyklische und tetrazyklische Oxindolalkaloide steigern die Phagozytoseleistung von Granulozyten und Makrophagen, wobei für Isopteropodin die ausgeprägteste phagozytosesteigernde Wirkung nachgewiesen wurde. Diese Untersuchungen erzielten Effekte vergleichbar mit anderen unspezifischen Immunstimulanzien.

Die Katzenkralle hat eine tonische Wirkung auf die Darmschleimhaut. Sie hilft bei der Darmpassage, trägt zum Floragleichgewicht bei und drosselt die Entzündungen. Die antioxydative Wirkung ist gegen die Folgen dieser Entzündungen, nämlich die Entstehung der freien Radikalen, die unsere Schleimhäute und das ADN beschädigen, wirksam. So kann die Katzenkralle bei allen Darmentzündungen, wie Rectocolitis, Reizdarm, Morbus Crohn und Diverticulitis helfen und so die Zellen vor der Entartung schützen. Die Immunität spielt sich zum großen Teil im Darm ab. Der Darm ist somit der Ausgangspunkt für viele Krankheiten, in denen die Immunität mitwirkt, nämlich Infektionen, Krebsleiden, AIDS und Lyme- Krankheit. Rezente Studien weisen auf eine Wirkung bei Parkinson und Alzheimer hin.

Es gibt Analogien zwischen dem Darm und der Katzenkralle. Die Katzenkralle ist eine hohle Liane, mit einer braunen Flüssigkeit und ist lang. Der Signaturenlehre nach stimmt sie mit dem Darm überein. Die Signaturenlehre ist die Lehre von den Zeichen in der Natur, die als Merkmale auf Ähnlichkeiten, Verwandtschaften und innere Zusammenhänge hinweisen.

 

Knotige Braunwurz

Die Indikationen der knotigen Braunwurz, auch Knoten-Braunwurz genannt, sind: Gelenkschmerzen, chronische Drüsenentzündung, Psoriasis, Ekzem, hämorrhoidale Krisen, Mastosen, lymphatische Ödeme und die Hodgkin Krankheit. Obschon diese Pflanze recht wenig bekannt ist, so ist man trotzdem von ihrem Heilspektrum überrascht.

Alle Krankheiten, die mit Knoten einhergehen, wie früher die Drüsentuberkulose, werden hiermit behandelt.

Daneben hat die Pflanze eine entzündungshemmende Wirkung und ist mit der Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) auf fast gleicher Linie. Sie enthält 1.1% vom Wirkstoff Harpagosid währendessen das Harpagophytum 1.2%.enthällt.

Vorteil der Knotigen Braunwurz ist die Ausleitung der metabolischen Gifte mittels der Leber und der Niere. Meistens sind die Gelenkschmerzen mit einer Übersäuerung gepaart.

Des Weiteren wird die Lymphe, die 28 Liter im Körper darstellt, gereinigt. In der Lymphe sind bekanntlich viele Giftstoffe angesammelt. Diese entzündungshemmende Wirkung gepaart mit der Ausleitung, garantiert eine Minderung der Gelenkschmerzen. Da viele Lymphdrüsen im Darm vorhanden sind, werden diese stimuliert und der Darm entgiftet die toxischen Elemente. In der Haut werden die Giftstoffe bei Ekzem und Psoriasis in die Lymphbahnen abgegeben.

Mit Tees, standardisierten Pflanzenextrakten und alkoholischen Extrakten ist eine gute Wirkung garantiert.

 

Mais

Mais (Zea mays) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae). Sie stammt ursprünglich aus Mexiko und ist eine einhäusig getrenntgeschlechtige C4-Pflanze. Diese Pflanze hatte einen alimentären Zweck und wurde in Südamerika sehr viel verzehrt. Als die Europäer kamen, wurde ihr Anbau stark gefördert. Der lateinische Name Zea Mays ist aussagekräftig. Zea heißt „Ursache des Lebens“ und mays heißt „Unsere Mutter“. In der Pflanzenkunde werden nur die Stigmen gebraucht.

Diese langen Fasern, die sich um die Ähre winden, werden auch Maisbart (Maydis stigma) ebenso Maisgriffel oder Maisnarben genannt. Sie sind die aus den Spitzen der Blattscheiden von Mais während der Blütezeit heraushängenden, fadenförmigen zweispaltigen Narben und sehr stark urintreibend. Bei Wasserretention, leichtem Blutdruck, aber auch bei Übersäuerung, die bei der Arthritis und auch bei der Cellulitis gefunden werden, dient der Mais der Ausscheidung von Oxalsäure, Phosphaten und Harnsäure. Nierensteine und Sandansammlungen können so schnell verschwinden. Auch hartnäckige Blasen-und Nierenentzündungen sind zu empfehlende Indikationen. Gichtanfälle können längere Zeit ausbleiben. Diese entwässernde Eigenschaft ist dem Kalium zuzuschreiben. Andere Bestandteile sind die ungesättigte Fettsäuren, Flavonoide, Pflanzenschleime, Vitamin C und Vitamin K.

Außer dieser harntreibenden Wirkung sind die Stigmen entzündungshemmend und sie haben auch eine beruhigende Wirkung. Man schreibt ihnen auch eine milde gallenfördernde Wirkung zu und somit sind sie blutreinigend. Daneben werden sie auch gerne bei Abmagerungskuren gerne verwendet. Weiterhin bei Gicht, Rheuma, Bulimie, Polyzystischem Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom) und Schuppenflechte.

Viel verwendet wird die Infusion mit 20 g Maisbart pro Liter Wasser, die 4-5mal zwischen den Mahlzeiten getrunken wird oder ein hydroalkoholischer Extrakt kann es auch richten.

 

 

Melisse

Die Melisse ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), die vier Arten umfasst. Die bekannteste Art dieser Gattung ist die Zitronen-Melisse. (Melissa officinalis). Die Bezeichnung „Melisse“ ist aus dem griechischen Wort für Honigbiene (Melitta) abgeleitet. Weil Bienen von der Pflanze scheinbar angezogen werden, wurde früher vor Bienenhäusern oft Melissen angepflanzt.

Die Melisse ist eine tonische Pflanze des autonomen vegetativen Nervensystems. Dieser besteht aus dem orthosympathischen und dem parasympathischen Nervensystem. Ebenfalls hat die Melisse eine Wirkung auf das Herz, die Gebärmutter, das Gehirn und die Verdauung. Die Wirkung auf das autonome Nervensystem erklärt den Aktionsradius der Melisse. Das orthosympathische Nervensystem ist für die Handlung und die Wachsamkeit zuständig. Das parasympathische Nervensystem ist für die Motorik und die Sekretionen zuständig. Bei Stresszuständen ist das parasympathische System gehemmt, das heißt Motorik und Sekretionen praktisch ausgeschaltet und das sympathische Nervensystem übernimmt die Oberhand. Hier können dementsprechend Spasmen wie Magenkrämpfe und Magenschmerzen bis hin zu Bauchkoliken entstehen. Die Melisse wirkt auf den zwei Ebenen mit Beruhigung der Magen- und Darmmuskulatur und Förderung der Verdauungssäfte. Dies sieht man am Besten im Bereich des Magens hauptsächlich bei Stresssituationen. Die Melisse begrenzt die Spasmen und fördert die Magen-und Gallensäfte. Somit ist die Melisse eine Wunderpflanze für ängstliche Leute, die schlecht verdauen.

Eine weitere Indikation für die Melisse ist ihre Wirkung auf die Gemütslage. Sie gilt als antidepressive und angstlösende Pflanze. Sie wirkt auf den Neurotransmitter GABA und die Wirkung ist identisch wie die der Benzodiazepine. Auch ist die Melisse bei der Entwöhnung der Antidepressiva indiziert. Es gibt keine Nebenwirkungen.

Als Zusammenfassung: Die Melisse hilft bei den Auswirkungen der Stresssituationen und nicht aus der Hausapotheke wegzudenken.