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Arthrose

Die Gesundheit des Knorpels hängt von seiner Kapazität ab, ob er „Puffer“-Molekülen bilden kann. Dies sind die Proteoglykane, die für die Elastizität und die Geschmeidigkeit des Knorpels zuständig sind. Proteoglykane sind ein wichtiger Bestandteil der extrazellulären Matrix in tierischem Gewebe. Sie sind auch an der Zelloberfläche und in intrazellulären sekretorischen Granula lokalisiert.

Sie bilden eine Klasse besonders stark glykosylierter Glykoproteine – dies sind Makromoleküle aus einem Protein und einer oder mehreren Kohlenhydratgruppen. Im Falle der Proteoglykane handelt es sich bei den Seitenketten um Glykosaminoglykane. Diese sind lange, lineare Kohlenhydratgruppen aus sich wiederholenden Disacchariden. Kohlenhydrate machen etwa 95 % der molaren Masse von Proteoglykanen aus.

2 Elemente sind wichtig um diese Proteoglykane zu bilden, nämlich: Glucosamin und Chondroïtin, die aus dem Blutzucker synthetisiert werden.

Rezente Studien haben bewiesen, dass 1.500 mg Glucosaminsulfat während 3 Jahren die Progression der Arthrose verhindert. Dies wird auch mit 800 mg Chondroitin erreicht. Die Kombination dieser zwei Moleküle bewirkt bei einer Einnahme von über sechs Monaten eine Synergie und sie erreicht eine ähnliche Wirkung wie die Medikamente der Gruppe der nichtsteroidalen Entzündungshemmer. Dies ist verblüffend, wenn man bedenkt, dass es noch dazu keine Nebenwirkungen gibt, im Gegensatz zu den chemischen Antirheumatika, die als Hauptnebenwirkung Magen-und Darmprobleme auslösen können.

Es gibt auch Produkte, die Glucoseamin, Chondroitin und Teufelskralle enthalten. Die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) stammt aus Afrika und lindert die akuten Schmerzen der Arthrose um 25 bis 45% und ist so wirksam wie die Antirheumatika mit dem Vorteil, dass keine Nebenwirkungen auftauchen. Der wichtigste Wirkstoff ist das Harpagosid, das schon bei 50 mg eine antientzündliche, abschwellende und schmerzstillende Wirkung aufweist.

Das Kurkumin, eine Substanz aus der Kurkuma, besitzt eine antientzündliche Wirkung und beschützt die Gelenke. Bei einer Tagesdosis von 1500 mg wird der Schmerz auf signifikante Weise gelindert und das Gelenk funktioniert besser.

Hier haben wir also eine Alternative zu den herkömmlichen chemischen Medikamenten und diese Substanzen sind besser erträglich, nimmt man in Erwägung, dass die Behandlung lebenslänglich dauern könnte. Vergessen wir aber nicht, dass es noch andere Möglichkeiten gibt, um den degenerativen Abnutzungsprozess der Gelenke zu verhindern.